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Homöopathische Konstitutionsmittel für Hunde

Lachesis muta

(Buschmeister)

Ursprung:

Der Buschmeister ist eine Grubenotter und hat ihren Lebensraum in Mittel- und Südamerika. Verwendet wird das Sekret der Giftdrüsen. Inhaltsstoffe sind: Hämolysine, Hämagglutinine, Koaguline, Antikoaguline, Hämorrhagin, Neurotoxin uns Cytolysin.

Wirkung:

Das Gift der Lachesis wirkt sehr tiefgreifend auf das ZNS, das vegetative NS, das Herz, die Atmungsorgane, die Blutgefäße (vor allem die Kapillaren), das Blut, die Schilddrüse, die Eierstöcke und die Haut.

Persönlichkeitsbild:

Ein Leitsymptom von Lachesis ist die Eifersucht. Hier ist nicht die Eifersucht - eine Art freundliches Bedrängen - gemeint, die man bei Hunden beobachtet, wenn der Halter andere Tiere streichelt bzw. ihnen Aufmerksamkeit schenkt. Die Lachesis-Eifersucht zeigt sich in Argwohn, Unverträglichkeit bzw. durch Herausfordern des vermeintlichen Rivalen. Der betreffende Hund stürzt sich ohne ersichtlichen Grund knurrend oder sogar beißend auf den Nebenbuhler. Deutliche Eifersuchtszeichen zeigen sich auch in übersteigertem Futterneid. Der Lachesis-Hund zeichnet sich durch große seelische Erregbarkeit, Mißtrauen und Überreiztheit aus. Er kann sehr streitsüchtig sein. Im Grunde ist er aber eher phlegmatisch oder depressiv. Nur zeitweise reagiert er mit Aggressionen. Immer wiederkehrende Erregungszustände gehören zu seinem Typus. Die Folge kann eine endokrin bedingte Hysterie und Angst sein.

Als weiteres Leitsymptom gilt die Linksseitigkeit der physischen Symptome, d.h. die Beschwerden äußern sich nur auf der linken Seite, oder sie nehmen ihren Anfang links, um sich dann nach rechts auszubreiten.

Der Grund der Lachesis-Beschwerden ist häufig eine Unterdrückung: z.B. Kastration, sehr strenge Erziehung, Spritze gegen Läufigkeit.

Der Lachesis-Hund kann relativ gut allein sein, ist nicht übermäßig dominant, aber auch nicht unterwürfig und verhält sich abgesehen von seinen von Zeit zu Zeit auftretenden Erregungszuständen ruhig.

Diese Tiere zeigen eine hohe Berührungsempfindlichkeit, vor allem am Hals. Enge Halsbänder sind für sie unerträglich. Das Gefühl des Zusammenschnürens verträgt er absolut nicht. Verschlimmerung der Symptome erfolgt durch Beengung. Auffallend ist auch ein Hineinschlafen in die Verschlimmerung. Entweder treten die Beschwerden nach dem Schlaf in extremer Form auf, oder es bessert sich z.B. eine starke psychische und physische Erschöpfung durch Schlaf nicht, sondern verschlimmert sich morgens nach dem Schlaf und nach Ruhepausen.

Lachesis hat die Fähigkeit, die Wirkung von Antibiotika bei bakteriellen Infektionen zu unterstützen. Aber auch bei Viruserkrankungen ist es angezeigt, weil es durch Erhöhung der Leukozytenzahl im Blut bzw. durch Anregung der Antikörperbildung die körpereigenen Abwehrmechanismen stärken kann. Lachesis hat eine ausgezeichnete Wirkung auf infizierte Wunden (Bißwunden, Nageltritt etc.), weil es die Thrombenbildung verhindert. Zudem gibt es prophylaktische Einsatzbereiche bei Tumoroperationen oder bei Kaiserschnitten.

Lachesis-Hunde neigen zu Erkrankungen des Bewegungsapparates, die phlegmonös verlaufen. Das Gewebe ist geschwollen und besitzt die charakteristische Farbe, es ist blaurot bis dunkelviolett verfärbt und neigt zu nekrotischen Veränderungen. Zusätzlich besteht immer eine hochgradige Schmerzempfindlichkeit und Berührungsunverträglichkeit. Diese ist so stark ausgeprägt, daß nicht einmal ein weicher Umschlag ertragen wird, weil er zu schwer erscheint. In Verbindung mit den lokalen Symptomen zeigen sich Allgemeinstörungen, Sepsis und Fieber. Örtliche Wärmeanwendungen verschlimmern, daher sollten nur kühle Umschläge verwendet werden, falls diese überhaupt ertragen werden. Auch bei einer Entzündung mit purpurroten bis bläulichen Färbung der Schleimhäute oder während einer Angina tonsillaris ist vor allem dann Lachesis angezeigt, wenn die Symptome eine Linksseitigkeit aufweisen. Ebenso bei einer Parotitis, die mit hoher Berührungsempfindlichkeit am Hals einhergeht. Bei Rachen- oder Ohrenentzündungen gilt als Lachesis-Symptom, daß das Schlucken von Flüssigkeit offensichtlich schwerer fällt als das Schlucken von fester Nahrung. Die Schmerzhaftigkeit steigert sich noch bei Aufnahme von warmen Getränken.

Die Haut besitzt oft eine generalisierte Überempfindlichkeit für Berührungsreize, es besteht auch eine ausgeprägte Lichtscheu oder Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen, an erster Stelle aber gegen Berührung. Die Tiere lassen sich an den betreffenden Bereichen nicht anfassen, weil die gesamte Haut schmerzempfindlich ist.

Wenn die Lachesis-Hunde unter Neuralgien leiden, jammern sie fortwährend und verhalten sich nachts sehr unruhig. Sie verändern häufig ihre Lage bzw. stehen auf, zeigen aber eine große Vorsichtigkeit bei ihren Bewegungen. Folgen können Apathie, Inappetenz und hohes Fieber, das mit Frostschaudern einhergeht. Bei dieser starken Kreislaufschwäche ist die Gefahr des Kollaps gegeben.

Lachesis-Hunde leiden an Darmkrämpfen und Durchfall mit übelriechendem, blutigen Kot.

Bei der Hündin entstehen Eierstockzysten, vor allem auf der linken Seite. Durch Palpation wird Schmerz ausgelöst. Sie lehnt es ab, am Bauch angefaßt zu werden. Nach einer Schwergeburt folgt oft eine Sepsis mit deutlichen Kreislaufbeschwerden und Störungen des Allgemeinzustandes.

Bei Rüden treten Hoden- und Prostataentzündungen auf. Das Präputium ist phlegmentös verändert.

Modalitäten

Besserung:

  • Kälte, frische Luft
  • Bewegung
  • Einsetzen der Absonderungen

Verschlimmerung:

  • Wärme
  • durch Zudecken
  • durch Berühren

Homöopathische Arzneimittelbeziehungen

Antidote:

Alum., Ars., Bell., Calc., Caps., Carb-v., Cedr., Cham., Cocc., Coff., Hep., Led., Merc., Nat-m., Nit-ac., Nux-v., Op., Ph-ac., Rhus-t., Samb., Sep., Terent.

Feindliche Homöopathika:

Acet-ac., Am-c., Carb-ac., Dulc., Psor., Sep.

Homöopathika, die die Heilung fortführen:

Ars., Calc., Carb-v., Crot-c., Crot-h., Hep., Iod., Kali-i., Lyc., Nit-ac., Phos., Salam., Zinc-i.

Homöopathika, die gut folgen:

Acon., Alum., Ars., Bell., Brom., Cact., Calc., Carb-v., Caust., Chin., Cic., Con., Euph., Hep., Hyos., Kali-bi., Lac-c., Lyc., Meny., Merc., Merc-i-f., Nat-m., Nit-ac., Nux-v., Olnd., Phos., Puls., Pyrog., Rhus-t., Sil., Sulph., Tarent., Thyr.

Mögliche Alternativen:

Caust., All.c., Zinc.

Hinweis: Die Lachesis-Therapie sollte eine Dauer von 5-6 Tagen möglichst nicht überschreiten. Sollte es doch nötig sein, so wird eine Unterbrechung der Behandlung von 2-3 Tagen empfohlen.

Wichtige Indikationen:

  • septische Zustände und Eiterungsprozesse
  • Schleimhaut- und Hautentzündungen
  • Ovarialzysten links
  • Tonsillitis, Otitis
  • hämorrhagische Diathese
  • Kapillarschäden
  • Infektionskrankheiten mit Zeichen einer Sepsis
  • Orchitis und Prostatitis
  • zusätzlich zu jeder Chemo- bzw. Antibiotikatherapie

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Felicitas Carqueville
Tierheilpraktikerin
Homöopathie - Bachblütentherapie - Naturheilkunde

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