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| Homöopathische Konstitutionsmittel
für Hunde Lycopodium clavatum (Bärlapp) Ursprung Lycopodium gehört zur Familie der Bärlappgewächse. Das homöopathische Arzneimittel wird aus den getrockneten Sporen hergestellt. Wirksame Inhaltsstoffe sind: fettes Öl mit Myristin- und Lycopodiumsäure, Lycopodiumölsäure, Hydrokaffeesäure und Sporonin. Lycopodium wirkt speziell auf die Leber, die Niere, das ZNS, die Mandeln, den Rachen-Kehlkopfbereich und den Magen-Darm-Kanal. Lycopodium wirkt sowohl konstitutionell als auch organotrop. Lycopodium-Tiere zeichnen sich durch Sensibilität, Ängstlichkeit, Unsicherheit und Mißtrauen aus. Sie reagieren oft sehr jähzornig und gereizt, wenn ihnen etwas nicht gefällt und erwecken dann den Anschein eines dominanten und selbstbewußten Tieres. Mitunter erscheinen sie auch hochmütig, was als Mangel an Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein zu werten ist. Diese Hunde können Widerspruch überhaupt nicht vertragen, sie erwecken oft einen sehr herrischen Eindruck. Sie sind außerordentlich reizbar und jähzornig. Will sein Halter ihn in seine Schranken verweisen oder sogar strafen, wendet er sich gegen ihn. Es kommt auch vor, daß er versucht, ihn zu beißen. Seine Aggressivität zeigt sich immer dann, wenn seine Führungsrolle in Frage gestellt wird. Er vertreibt alle Nebenbuhler eifersüchtig aus seinem Revier und führt sich auf wie ein Pascha. Dabei ist er ein Griesgram, sein Leben wird von viel Ärger begleitet, was sich auch in den vielen Zweikämpfen äußert. Den Lycopodium-Typen findet man u.a. bei Rottweilern und Chow-Chows. Er begleitet sein Tun oft mit Knurren. Sein Gegenüber greift er allerdings nie plötzlich oder unerwartet an, er warnt vorher; er ist also nicht falsch. Allerdings mag er es selber überhaupt nicht, wenn andere Menschen oder Tiere zudringlich werden, er besitzt eine Zurückhaltung, über die man sich nicht hinwegsetzen darf. Diese Tiere möchten ständig jemanden in ihrer Nähe haben, dabei aber nicht berührt werden. Sie suchen einerseits häufig das Alleinsein, reagieren andererseits aber ängstlich, wenn sie wirklich alleine sind. Bei von ihnen unerwünschten Störungen können diese sonst so apathisch wirkenden Tiere sich heftig erzürnen, sie bellen und drohen dann, um ihr Gegenüber einzuschüchtern. Charakteristisch für das gesamte Arzneimittelbild von Lycopodium ist eine ausgeprägte Neigung zur Verhärtung: z.B. Organsklerosen, Gallen- und Harnsteine. Lycopodium ist eindeutig ein Rechtsmittel, d.h. die Krankheitssymptome beschränken sich entweder auf die rechte Seite oder die Beschwerden beginnen rechts, um sich dann nach links auszubreiten. Auch eine Symptomenverschiebung von oben nach unten ist möglich. Ebenso ist eine Neigung zur Periodizität und Chronizität vorhanden. Lycopodium wirkt sehr tief aufs Bewußtsein. Seine hauptsächliche Entfaltung erreicht es bei alten Hunden und Welpen bzw. Jungtieren, es ist aber auch ein Rekonvaleszenzmittel. Lycopodium-Hunde machen einen sehr unproportionalen Eindruck, es sind oft magere bzw. abgemagerte (besonders an Hals, Brust und Lendengegend) , hinfällig aussehende Tiere. Völlig konträr dazu zeigt sich der aufgetriebene Bauch, wobei die Bauchmuskulatur weich und schlaff ist. Die Extremitäten weisen oft Ödeme auf. Die gesamte Muskulatur erweist sich als atonisch oder auch atrophiert. Es sind Tiere mit reduzierter Lebenskraft, sie liegen, gähnen und zittern häufig. Auch eine gewisse Hinterhandschwäche ist zu beobachten. Diese Patienten zeichnet eine große Schläfrigkeit aus, wobei aber auch Schreckhaftigkeit -vor allem auf Geräusche und Licht- existiert. Die charakteristische Verschlimmerung aller Krankheitsbilder liegt in der Zeit von 16.00 bis 20.00 Uhr. Besserung erfolgt häufig in frischer, kühler Luft, obwohl eine Sensibilität gegen Kälte besteht, und diese Hunde zu Erkältungen neigen. Auch hierbei ist wieder typisch die Rechtsseitigkeit oder die Wanderung von rechts nach links. Die Beschwerden bessern sich nach dem Trinken warmer Flüssigkeiten. Ein weiteres Leitsymptom für Lycopodium ist das Freßverhalten. Diese Hunde sind sehr wählerisch und lehnen einige Nahrungsmittel grundsätzlich ab. Oft besteht eine sehr einseitige Ernährung. Sie lieben dagegen Süßigkeiten, Kuchen, aber auch fette Nahrung, die aber nicht vertragen evtl. erbrochen wird. Eine Futterumstellung gelingt kaum. Mitunter haben sie eine Vorliebe dafür, Kieselsteine zu fressen. Es sind heißhungrige Tiere, die sich auf ihr Fressen stürzen, jedoch nach wenigen Bissen "satt" ihren Napf stehen lassen, um später den gleichen Vorgang zu wiederholen. Es besteht also ein häufiger Wechsel zwischen Hunger und Sattsein. Dieses Begnügen mit ganz wenig Futter kann sich steigern bis zur absoluten Inappetenz und läßt die Tiere natürlich deutlich abmagern. Nach der geringsten Futteraufnahme ist der Bauch aufgebläht und gespannt. Beim Palpieren des Magens äußern sie Schmerzhaftigkeit. Lycopodium-Tiere besitzen eine Neigung zu schweren Leber- und Nierenstörungen. Sie tendieren stark zu Blähungen und häufigem und vergeblichem Kotabsatz oder Verstopfung. Lycopodium wirkt ausgezeichnet bei Hunden mit verzögerter Entwicklung, sie sind aufgrund einer Leberfunktionsstörung völlig entkräftet. Dies gilt für magere Hunde mit schlechter Verdauung. Wenn sich ein Aszites nach einer akuten Hepatitis bildet, ist Lycopodium das Mittel der Wahl. Chronische Harnwegsinfekte mit deutlichem, z.T. auch vergeblichem Harndrang gehören zum Lycopodium-Hund. Diese Tiere haben große Schwierigkeiten beim Urinieren und schreien dabei oft vor Schmerzen. Danach fühlen sie sich aber deutlich besser. Im fortgeschrittenem Alter entwickeln sich auf der Bauchhaut oft schwarze Flecken als Folge der harnsauren Diathese. Stoffwechselfehlprodukte, die vor allem in den Gelenken abgelagert werden, führen zu Arthritiden, Arthrosen und Gicht. Die Extremitäten werden steif und geschwollen, man hört die Gelenke knacken. Auf die Atmungsorgane hat Lycopodium ebenfalls einen starken Einfluß, z.B. bei chronischem, trockenem Nasenkatarrh, bei dem die Nase vollständig verstopft ist, so daß das Maul zum Atmen geöffnet werden muß. Vor allem morgens besteht ein übler foetor ex ore. Obwohl die Maulhöhle ausgetrocknet ist, trinken sie kaum. Es besteht eine Neigung zu Hautausschlägen, die sich häufig zwischen den Schulterblättern finden. Außerdem ist oft Haarbruch vorhanden, besonders zwischen den Schultern und am Widerrist, z.B. beim Deutschen Schäferhund und dem Chow-Chow. Lycopodium-Hunde altern häufig verfrüht und neigen zum vorzeitigen Ergrauen des Fells, vornehmlich am Kopfbereich, außerdem kommt es zum Haarausfall an den hinteren Körperpartien. Auch Harninkontinenz und Impotenz gehören zu ihrem Erscheinungsbild. Mit fortgeschrittenem Alter wächst der Bauch, während die Brust schmal wird; die Sexualität ist entweder äußerst reduziert oder fehlt völlig. Besserung:
Verschlimmerung:
Homöopathische Arzneimittelbeziehungen: Antidote: Acon., Camph., Caust., Cham., Chin., Coff., Graph., Lach., Nux-v., Puls., Feindliche Homöopathika: Cof., Nux-m., Zinc. Homöopathika, die die Heilung fortführen: Calc., Carb-v., Chel., Chin., Coloc., Dulc., Graph., Hydr., Ign., Iod., Ip., Kali-c., Kali-i., Lach., Phos., Puls., Rhus-t., Sulph. Homöopathika, die gut folgen können: Anac., Apis, Bell., Bry., Carbo-v., Chel., Colch., Dros., Dulc., Graph., Hydr., Hyos., Kali-c., Lach., Led., Meny., Nux-v., Phos., Puls., Raph., Sep., Sil., Stram., Sulph., Ther. , Verat. Mögliche Alternativen: Carb-v., Sulph.
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