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Homöopathische Konstitutionsmittel für Hunde

Phosphorus

(Phosphor)

Ursprung:

In der Natur kommt Phosphor als Mineral vor. Er ist aber auch in den meisten Lebewesen vorhanden. In der Homöopathie findet der gelbe Phosphor Verwendung. Außer ihm gibt es noch den weißen und schwarzen Phosphor. Der Name "Phosphorus" wird hergeleitet vom griechischen "phosphoros" = "lichttragend". Dieses weist auf die Eigenschaft des gelben und weißen Phosphor hin, im Dunkeln zu leuchten.

Wirkung:

Phosphorus wirkt auf das ZNS, die Knochen, die Gefäßnerven, die Haargefäße und die Schleimhäute.

Persönlichkeitsbild:

Eins der Leitsymptome des Phosphorus-Hundes ist das Nicht-allein-sein-können bis hin zur Todesfurcht. Er verträgt es absolut nicht, allein gelassen zu werden. In seiner Not jault oder bellt er fortwährend oder verwandelt die Wohnung in ein Schlachtfeld. In dieser ausgeprägten Form zeigt es kein anderes Mittel.

Ein Tierarztbesuch ist für ihn sehr nervenaufreibend, er will ständig vom Behandlungstisch springen oder entwischen. Es kann sein, daß er bei einer Berührung oder z.B. bei einer Injektion sehr heftig reagiert. Er besitzt eine Neigung zur Berührungsüberempfindlichkeit.

Er erschrickt vor Geräuschen, vor allem bei Gewitter, aber auch bei Schüssen oder Silvesterfeuerwerk. Laute Detonationen sind für ihn eine Qual. Sein Herz rast, und er ist außer sich vor Angst.

Es gibt keinen Arzneimitteltypen, der die Veränderungen der elektrischen Spannungen in der Luft so stark fühlt wie Phosphorus. Er gerät in große Panik und will weglaufen oder sich verstecken. Überhaupt ist er ein Hund, der überaus "feine Antennen" besitzt. Selbst wenn sein Halter etwas vor ihm verheimlichen will, spürt er es sofort und reagiert entsprechend aufgeregt.

Er ist ein sehr temperamentvoller Hund, liebt die Bewegung und kostet sie voll aus. Als solches Energiebündel braucht er natürlich immer wieder kurze Ruhepausen, um kurz darauf schnell erholt vor neuer Energie zu sprühen.

Er ist ein lebhafter Hund und bellt gerne. An allem um ihn herum ist er sehr interessiert, aber nichts fesselt sein Interesse auf Dauer.

Er ist sehr intelligent, lernt schnell, vergißt aber auch schnell wieder.

Falls er an der Leine geführt wird und eine Fährte ihm besonders interessant vorkommt, kann es sein, daß er losstürmt und seinen Besitzer sozusagen hinterher fliegen läßt.

Bei seiner Familie in der gewohnten häuslichen Umgebung ist er sehr verschmust, liebebedürftig, er braucht viel Zuwendung und kann sehr eifersüchtig reagieren.

Muß er Aufmerksamkeit teilen, findet er sicherlich Mittel und Wege, diese wieder auf sich zu richten. Er macht es auf eine so nette und liebenswerte Art, daß es für den Halter schwierig werden kann, ihm seine Grenzen zu zeigen. Dies kann zu Dominanzproblemen führen. Da Phosphorus-Hunde von Natur gutmütig sind, wird sich dieses aber nicht durch Beißen äußern, sondern eher durch intensives, langanhaltendes Bellen.

Sein Fell ist glänzend und weich; sein Körperbau ist meist zart und feingliedrig, doch kraftvoll, er besitzt eine außerordentliche Wendigkeit.

Er hat einen ausgesprochen guten Appetit zu jeder Tages- oder Nachtzeit, so daß es sein kann, daß er im Laufe seines Lebens trotz seiner Quirligkeit ein paar Pfunde zu viel anlegt.

Auffällig sind auch sein Durst, vor allem auf kalte Getränke, und sein Verlangen nach Obst, Eis und Salz; er liebt alles Kühle und Kalte. Wechselnde Stühle sind charakteristisch für Phosphorus-Hunde, sie äußern sich entweder in Bleistiftstuhl oder schmerzlosem Durchfall, der schwächend, blutig und schleimig ist, aber auch Fettstuhl gehört ins Persönlichkeitsbild.

Der Phosphorus-Hund neigt zur hämorrhagischen Diathese, selbst die kleinsten Wunden können ausdauernd bluten.

Seine Pfoten sind meistens kalt, während andere Körperteile als brennend heiß empfunden werden.

Er unterbricht durch häufiges Erwachen seine Schlafperioden. Auch ein sehr kurzer Schlaf bringt ihm Erquickung und erneute Fröhlichkeit, Heiterkeit und seine Fähigkeit, Liebe und Frohsinn zu verbreiten.

Modalitäten

Besserung:

  • durch kaltes Futter und Getränke
  • Liegen auf der rechten Seite
  • Schlaf

Verschlimmerung:

  • vor und während Gewitter
  • Liegen auf der linken oder schmerzhaften Seite
  • physische oder psychische Anstrengung
  • warmes Futter und Getränke
  • Berührung

Homöopathische Arzneimittelbeziehungen

Antidote:

Ars., Calc., Camph., Cham., Coff., Mez., Nux-v., Psor., Sep., Ter.

Feindliche Homöopathika:

Apis, Caust.

Homöopathika, die die Heilung fortführen:

All-c., Ars., Calc., Carb-v., Ip., Kali-c., Lyc., Sang., Sep., Sil., Sulph., Tub.

Homöopathika, die gut folgen können:

Ars., Bell., Brom., Bry., Calc., Carb-v., Chin., Hep., Kali-c., Lyc., Nux-v., Puls., Rhus-t., Sep., Sil., Sulph.

Mögliche Alternativen:

Caust., Con., Sil.

Wichtige Indikationen:

  • allgemeine Nervenschwäche
  • körperliche Arbeit nach psychischer Anstrengung, die sehr zur Erschöpfung führt
  • Erschöpfungszustände nach Infektionskrankheiten
  • Bronchitis
  • Bronchopneumonien
  • Kehlkopferkrankungen bis hin zur Stimmlosigkeit bei Pharyngitis und Laryngitis
  • Hämorrhagien
  • Nervenschmerzen und -entzündungen
  • Nierenerkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • Zahnkaries
  • Nekrose der Röhrenknochen
  • Schlaflosigkeit
  • Schwindel, besonders beim alten Hund
  • langandauernde Fieber

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Felicitas Carqueville
Tierheilpraktikerin
Homöopathie - Bachblütentherapie - Naturheilkunde

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