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| Homöopathische
Konstitutionsmittel für Hunde
Pulsatilla pratensis (Wiesenküchenschelle) Ursprung Pulsatilla ist in Europa beheimatet. Verwendet wird die frische, zur Zeit der Blüte gesammelte Pflanze. Sie wächst am besten auf kalkhaltigem Boden und enthält Anemonencampher, Isoanemonensäure, Anemonensäure und Saponine. Sie ist eins der großen Polychreste in der Homöopathie. Sie wirkt auf das ZNS, auf das Kreislaufsystem, die Hypophyse, die Gebärmutter, die Eileiter und Eierstöcke, den Magen-Darm-Kanal, die Leber und Gallenblase, die Schleimhäute, die Pfortader und das periphere Venensystem, die Muskeln, die Gelenke und beeinflußt die Psyche. Pulsatilla ist vor allem ein Mittel für die Hündin, aber auch für Rüden mit weiblichem Wesen. Diese Tiere sind sehr anhänglich und liebebedürftig. Pulsatilla ist aber auch launisch und weich, sehr nachgiebig und gehorsam. Meistens haben sie helles Fell, ihr Haarkleid ist immer weich und fein. Sie kann absolut nicht allein sein und reagiert dann entweder zerstörungswütig, indem sie alles zerbeißt und/oder in die Wohnung macht. Sie heult vor Enttäuschung wie ein Wolf oder kratzt an der Tür. Kehrt ihr Halter zurück -sei es nach Stunden oder Minuten- freut sie sich jedesmal so sehr, als hätte sie ihn wochenlang nicht gesehen. Bei dieser begeisterten Begrüßung gehen schon mal ein paar Tropfen Urin ab. Der Pulsatilla-Typ ist extrem unterwürfig und sehr freundlich gegenüber jedermann. Nähert sich ihm jemand, so kriecht er oft schwanzwedelnd auf ihn zu, dreht sich auf den Rücken und läßt unwillkürlich etwas Urin abgehen. Auch bei Angstzuständen kann es zu Harn-inkontinenz kommen. Er ist sehr anhänglich, anschmiegsam, treuherzig und geduldig, aber auch Eifersucht und Aufdringlichkeit gehören zu seinem Wesen. Sein Körperbau neigt zur Molligkeit, obwohl er meistens nicht allzu viel frißt. Pulsatilla-Hunde sind bedächtige Tiere, die sich gern langsam bewegen. Nur im Notfall ändern sie ihre Geschwindigkeit. Ihr Temperament ist nicht so vollblütig wie das der Phosphorus-Typen. Fett vertragen sie nicht , und gierig verschlungene Süßigkeiten bereiten ihnen Probleme. Auch kaltes Futter wird schlecht vertragen, es verursacht Durchfall -oft mit Schleimbeimischung- und ständig wechselnder Farbe und Konsistenz. Kein Stuhl gleicht dem anderen. Sie haben in der Regel wenig Durst und trinken nur kleine Mengen. Im Freien fühlen sie sich wohler als im Zimmer, und sie lieben es spazierenzugehen. Zuhause legen sie sich gerne in kalte Räume oder auf kalte Steinböden, obwohl sie dann oft frösteln und zittern. Im Krankheitsfall ist ihr Maul oft trocken, vor allem morgens, ohne daß sie Durst verspüren. Jeder Schleimausfluß des Körpers (Augensekret, Gebärmutterausfluß etc.) ist dick, mild und gelblich-grün, der die Tiere aufgrund seiner nicht reizenden Beschaffenheit jedoch nicht weiter stört. Pulsatilla ist kein Anfangsmittel, sondern wird zu Beginn chronischer Krankheitsstadien eingesetzt, wenn die typischen Sekrete sichtbar werden. Die Pulsatilla-Hündin hat kein großes Interesse am anderen Geschlecht, manchmal hat sie sogar Angst davor. Aus diesem Grunde eignet sie sich weniger zur Zucht. Wird sie trotz aller Schwierigkeiten Mutter, kümmert sie sich auf rührende Art und Weise um ihre Jungen. Das mütterliche Prinzip ist hervorragend ausgebildet und neigt manchmal sogar zur Übertreibung, so daß sie selbst zu kurz kommt. Auch eine gewisse Neigung zur Scheinschwangerschaft ist vorhanden; während dieser Zeit ist sie raschen Stimmungsschwankungen unterworfen. Sie produziert große Mengen Milch, so daß sie ohne Probleme als Amme einen Wurf versorgen könnte. Die Milchdrüsen sind sehr stark geschwollen. Während der Scheinschwangerschaft benimmt sich die Hündin im Haus ausgesprochen träge, frißt und trinkt nur sehr wenig und schläft vorwiegend. Befindet sie sich außerhalb des Hauses, verhält sie sich so, als ob nichts wäre. Als weiteres Leitsymptom steht die Verspätung: "alles kommt zu spät". Der Zyklus der Pulsatilla-Hündin ist etwas länger als normal (7-9 Monate). Die erste Läufigkeit tritt manchmal erst mit 14 Monaten ein, auf jeden Fall aber verspätet. Sie ist oftmals kaum festzustellen. Außerdem läßt sich die Hündin schlecht decken und ist für Rüden wenig attraktiv. In ihrer Wirkungsweise läßt Pulsatilla eine gewisse Ähnlichkeit zum Östrogen erkennen. Typisch ist wieder die Verzögerung der Organfunktionen. Nach einer Kastration wird die Pulsatilla-Hündin mit Sicherheit inkontinent. Ein weiteres Leitsymptom ist die große Veränderlichkeit der Symptome sowohl im Wesen, d.h. der gesamten seelischen Verfassung, als auch der örtliche Wechsel und die Intensität der Schmerzen. Die wandernden rheumatischen oder neuralgischen Schmerzen springen schnell von einem Teil zum anderen, wobei auch Rötung und Anschwellen der Gelenke beobachtet werden. Das gesamte psychische Erleben besitzt eine große Gefühlsspannbreite von kurzfristig reizbaren, ärgerlichen über sanften, anschmiegsamen, unentschlossenen, trostsuchenden , stillen, schüchternen bis hin zum ängstlichen Wesen. Der Pulsatilla-Hund ist nicht nachtragend. Hautprobleme und Juckreiz sind hormonell bedingt und treten meist nachts auf mit kleinen roten Pusteln und Bläschen. Auffällig ist, daß der Pulsatilla-Hund oft kalte Pfoten hat und friert. Diese Tatsache führt bei Durchnässung leicht zu Erkältungskrankheiten. Besserung:
Verschlimmerung:
Homöopathische Arzneimittelbeziehungen Antidote: Acet-ac., Ant-c., Ant-t., Asaf., Bell., Calc-p., Cench., Cham., Chin., Coff., Colch., Ign., Lyc., Nux-v., Plat., Stann., Sulph., Sul-ac. Feindliche Homöopathika: Nux-m. Homöopathika, die die Heilung fortführen: All-c., Arg-n., Ars., Bry., Cham., Coff., Graph., Kali-bi., Kali-m., Kali-s., Lyc., Nux-v., Sep., Sil., Stann., Sulph., Sul-ac., Zinc. Homöopathika, die gut folgen: Agar., Anac., Ant-c., Ars., Asaf., Bell., Bry., Calc., Cham., Euph., Fl-ac., Graph., Ign., Kali-bi., Kali-br., Kali-m., Kali-n., Kali-s., Lyc., Meny., Nit-ac., Nux-v., Phos., Rhus-t., Sep., Sil., Sulph. Mögliche Alternativen: Antho., Ars., Bapt., Echi.
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