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| Homöopathische
Konstitutionsmittel für Hunde
Sepia (Tintenfisch) Ursprung Der Tintenfisch lebt in den Küstengewässern der warmen und gemäßigten Meere, vor allem im Mittelmeer. Der aus dem Tintenbeutel gewonnene, getrocknete Inhalt ist schwärzlich-braun und besteht aus organischen und anorganischen Substanzen sowie Melanin. Sepia wirkt auf das ZNS, hauptsächlich auf die psychomotorischen Zentren, die Becken-organe, besonders der Hündin, die Beckennerven, die Haut, die peripheren Nerven, die Muskeln, die Gelenke, den Magen-Darm-Trakt und die Leber. Sepia-Tiere sind vor allem anzutreffen bei Hündinnen, aber auch Rüden entsprechen diesem Bild. Eins der Leitsymptome ist, daß diese Hunde am liebsten in Ruhe gelassen werden wollen, sie sind gern allein. Außerdem lieben sie es nicht, angefaßt zu werden. Sie verhalten sich eher unfreundlich im Umgang mit Artgenossen oder Menschen. Sie sind leicht reizbar und gekränkt. Kleine Kinder und junge Hunde mögen sie nicht. Man sollte diese Tiere auf keinen Fall unbeaufsichtigt mit ihnen allein lassen. Als weiteres Leitsymptom ist eine auffallende Gleichgültigkeit gegenüber dem Halter bzw. der Familie festzustellen. Bei Hündinnen findet man auch häufig eine grundlose Traurigkeit, die aber immer in Verbindung mit Uterusstörungen zu sehen ist. Zu ihren Welpen haben sie eine sehr distanzierte Beziehung. Das homöopathische Mittel kann den natürlichen Mutterinstinkt in Tieren wecken, die gleichgültig oder feindselig gegenüber ihren Jungen sind. Sepia-Hunde sind Tiere, die zur Abmagerung neigen. Die Haut- und Fellpigmentierung ist dunkel. Im Alter entwickeln sich häufig dunkelbraune Flecken auf der Bauchhaut. Das Bindegewebe, die äußere Haut, die Bänder und der Muskeltonus sind schlaff, wie ausgeleiert; auch das Gesäuge hängt schlaff herunter. Ebenso besitzen die Beckenorgane keine Elastizität, sie hängen tief in den Bauch hinein. Sepia findet oft Verwendung bei älteren, meist weiblichen Tieren, die schon häufiger geworfen haben (Zuchthündinnen). Häufig kommt es zum Vorfall der Gebärmutter und der Scheide. Dieser Prolaps kann jederzeit auftreten, nicht nur um die Geburt herum. Sterilität kann die Folge sein. Sepia-Hündinnen tolerieren den Deckakt nicht. Nicht selten beißen sie den Rüden weg. Erklärbar ist dieses Verhalten durch eine Vaginitis oder psychische Störungen. Oft ist die Belegung nur mit Gewalt möglich, wonach oft Geburtsschwierigkeiten folgen. Auffallend ist auch ein intensiver, unangenehmer Geruch, den die Tiere ausströmen, vor allem nach Bewegung. Beobachtet wurde auch eine Symptom- bzw. Schmerzwanderung von unten nach oben. Besonders chronische Entzündungsprozesse, z. B. Pyometra mit bräunlichem Ausfluß, sprechen sehr gut auf Sepia an. Sepia-Hunde sind nicht nur anzutreffen bei Muttertieren, die ihre Welpen vernachlässigen oder sogar auffressen, sondern auch bei mürrischen Hündinnen, die eine Scheinschwangerschaft durchmachen. Bei Rüden treffen wir häufig auf Hunde, die vorzeitig ejakulieren und eine verminderte Libido haben. Sepia-Tiere zeigen eine deutliche Neigung zu Katarrhen der Urogenitalorgane. Nach der Kastration der Hündin oder bei klinisch gesunden älteren, meist weiblichen Tieren zeigt sich Harninkontinenz. Sepia-Typen neigen zu Hautproblemen, z.B. in Form von Ekzemen, die durch Juckreiz charakterisiert sind (durch Kratzen wird keine Besserung erreicht). Diese Hautveränderungen sind symbolisch als das Bedürfnis zu werten, nicht angefaßt zu werden. Stauungen im Pfortadersystem führen oft zu Leberinsuffizienzen. Bei Palpation ist die Leber schmerzhaft. Krümmt sich der Hund nach der rechten Seite zusammen, bessern sich die konstanten und intensiven Schmerzen. Milchgenuß bedingt häufig Durchfall, der zusammen mit Erbrechen auftreten kann. Es können aber auch Blähungen und Obstipation bestehen. Das erfolglose Pressen kann bis zu einem Prolaps des Rektum führen. Zum Sepia-Hund gehören auch Schmerzen im Lumbosakralgelenk, evtl. mit Paresen. Zu Beginn der Bewegung tritt eine Verschlimmerung auf, während eine Besserung der Symptome bei fortgesetzter Bewegung erfolgt. Charakteristisch für den Sepia-Hund sind auch die morgendliche Schwäche und die abendliche Munterkeit. Besserung:
Verschlimmerung:
Homöopathische Arzneimittelbeziehungen Antidote: Acet-ac., Acon., Ant-c., Ant-t., Merc., Merc-c., Nit-s-d., Rhus-t., Sulph. Feindliche Homöopathika: Bry., Lach. Homöopathika, die die Heilung fortführen: Gels., Ign., Kali-c., Nat-c., Nat-m., Nux-v., Phos., Psor., Puls., Sabad., Sulph., Tub. Homöopathika, die gut folgen können: Bell., Calc., Carb-v., Caust., Con., Dulc., Euph., Fl-ac.,Graph., Guaj., Kali-n., Kalm., Lyc., Nat-c., Nit-ac., Nux-v., Petr., Phos., Puls., Rat., Rhus-t., Sars., Sil., Sulph., Sul-ac., Tarent. Mögliche Alternativen: Caust., Gels., Lil-t., Nat-m., Puls.
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